Bis dahin wird aber noch unsere Geduld erwartet und die finanzielle Schieflage aller betroffenen Unternehmen andauern. Eure finanzielle Unterstützung ist nun desto mehr gewünscht, um weiterhin in Öffnungsbereitschaft mit dem STZ zu stehen. Bei allem politischen Chaos in der Führung durch die Pandemie, ist die „Stillzeit“ abzusehen.

Die Bundestagswahlen im Herbst werden hoffentlich diese Führungslosigkeit im Ergebnis deutlich widerspiegeln.

Kommentar des DSSV zur Bund-Länder-Konferenz
Wieder wurden nach der Bund-Länder-Konferenz unbegreifliche Entscheidungen in der Nacht zum Dienstag durch Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannt gegeben. Die so schon schwachen Perspektiven der Fitness- und Gesundheitsbranche sind durch den Beschluss der Konferenz genommen worden. Durch ausschweifende Formulierungen der Bundeskanzlerin wird die Angst der Menschen geschürt und es ist bereits von einer „neuen Pandemie“ die Rede. Es sind immer unverständlichere Statements der Regierung und zeigen mehr die Versäumnisse und Unfähigkeiten der handelnden Personen.

Verantwortlich für die steigenden Infektionszahlen sind nicht Besuche im Baumarkt, Supermarkt und ganz besonders nicht ein Training im Fitnessstudio. Jetzt entscheidet die Regierung über Ostern sogenannte Ruhetage einzuführen – fünf Tage ohne Alternativen, in denen die Menschen nur eingeschränkte private Kontakte haben können. Nach über fünf Monaten des Lockdowns ist zu erwarten, dass die Bevölkerung diese Disziplin nicht einhalten kann und wird.

Eine Entscheidung, die nach den vielen Fehlschlägen der Regierung auch uns in diesem Moment sprachlos macht. Es ist an der Zeit den Menschen wieder mehr Eigenverantwortung zu übergeben und nicht durch Sperrstunden im Prinzip die Mündigkeit zu nehmen. Die anfänglichen Bemühungen durch Testungen mehr Öffnungen zu ermöglichen, waren ein vielversprechender Ansatz. Dieser war jedoch jetzt schon nicht mehr Thema der gestrigen Konferenz – vor vier Wochen sollten uns die vermehrten Testungen aus dem Lockdown führen. Der steigende Inzidenzwert ist die logische Konsequenz. Aus dem Grund fordern Experten und Virologen nicht mehr nur den starren Inzidenzwert als einzigen Richtwert für mögliche Lockerungen heranzuziehen.

Es ist an der Zeit Ankündigungen auch umzusetzen – das im Beschluss genannte „ergänzende Hilfsinstrument“ für von der Pandemie besonders schwer und lange betroffene Unternehmen muss unverzüglich ohne Einschränkungen in Hilfszusagen münden. Die Überbrückungshilfe III war für dieses Ausmaß des Lockdowns nicht vorgesehen und ist in der jetzigen Form dafür nicht ausreichend. Die Fitnessbranche wird zu Unrecht als gesundheitsfördernder Dienstleister zu lange vernachlässigt und für Öffnungen anderer Branchen geopfert.

Der Schlüssel zur Wiedereröffnung und einem freien Leben sind fortschreitende Impfungen und vermehrte Testungen – in beiden Bereichen hat die Regierung die versprochenen Ziele bei weitem nicht erreicht.
DSSV fordert erneut Anpassung der November- und
Dezemberhilfe für „Mischbetriebe“

Vergangene Woche hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) eine Anpassung der November- und Dezemberhilfe angekündigt, um die Beantragung für Gastronomiebetriebe an angeschlossene Unternehmen zu ermöglichen. Der DSSV ist bereits seit längerem aktiv, um gleiche Änderungen für Fitnessbetriebe zu erzielen. Im direkten Kontakt mit dem BMWi fordern wir die Gleichstellung der Branchen und sind zuversichtlich, dass den sogenannten Mischbetrieben der Fitnessbranche der Zugang zu den Hilfsprogrammen vereinfacht oder erst ermöglicht wird.

Wir halten Sie über die Entwicklung und Reaktion des BMWi auf dem Laufenden.
Anfrage an die Bundesregierung
„Sport während der Corona-Pandemie“ – DSSV reagiert!

In einer Anfrage der FDP-Fraktion an die Bundesregierung wollen die Abgeordneten erfahren, wie sich im Verlauf der Pandemie und des Lockdowns die Mitgliederanzahl der Reha-Sportvereine, der Gesundheitssportvereine und der Fitnessstudios entwickelt hat. Ob zu befürchten ist, dass in Folge der Schließungen von Sportvereinen und Fitnessstudios und der damit verbundenen Reduzierung körperlicher Aktivität im Bevölkerungsdurchschnitt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen/koronare Herzkrankheiten ansteigt, interessiert die Liberalen ebenfalls.

Der DSSV hat umgehend die zuständigen Ausschuss-Mitglieder und Abgeordnete kontaktiert und unsere Expertise für die offenen Fragen angeboten. Zusätzlich wurden die Bundesregierung und die Abgeordneten auf die dramatische Lage der Fitnessbranche hingewiesen und mit aussagekräftigen Zahlen (Eckdaten 2021) untermauert.

Wir werden nicht müde auch weiterhin auf die elementare Bedeutung der Fitness- und Gesundheitsbranche aufmerksam zu machen.